Dienstag, August 24, 2010

Filmszenen I Kinotipp : Hanni und Nanni , DVD-Tipp. Heino Ferch- George Sullivan. Regie: Christine Hartmann, 2009-2010



Bildquelle und Bildrechte: amazon.de Click auf das Bild, um es im Orgininalzusammenhang auf amazon.de zu betrachten

Wir empfehlen guten Gewissens:

Hanni & Nanni, der Film.

Wir haben uns den Film erst am 21. Aug. angesehen, gerade noch rechtzeitig im Kino.

Wir sind ausgesprochen positiv überrascht.

Ausgezeichnete Arbeit, Note Eins mit Stern. (AAA)

Filmbild: die Eltern der Zwillinge (Heino Ferch, Anja Kling)->

Perfektes Produkt, sehr unterhaltsam, gutes Tempo, hervorragendes Editing, liebenswert, mit schöner Botschaft:

Eine für alle und alle für eine.

Und: jeder ist ein Individuum mit Recht auf Selbstverwirklichung.

Klare Handlung, nirgendwo in Kitsch abgeglitten, die Figuren mit Augenzwinkern und kontrastreich gezeichnet, die Kinder spielen alle hervorragend natürlich und locker.

Kritiken schrieben, die Handlung plätschert von Streich zu Streich. Dem widersprechen wir ganz entschieden. Die Handlung baut in perfekt getimten Schritten Spannung auf, die sich in einem großen bunten Finale zum Happy Ending entlädt.

Der Film hebt sich deutlich und sehr wohltuend von der Masse ähnlicher "Hühner"-Produkte ab. Sehenswert, auch Erwachsene, also Eltern, haben bei uns im Kino mehrmals laut gelacht.

- - -


Die DVD des Filmes ist ab 30. Dezember 2010 im Handel erhältlich.




- - -
Erwachsene, die die beiden Schauspieler hinter den Rollen des hochemotionalen George Sullivan und der sehr rationalen Frau_ Mägerlein kennen, genießen zusätzlich vergnügt selbstironische Momente, zum Beispiel gleich am Anfang, als George Sullivan, verheiratet mit einer bildschönen Frau (Anja Kling) und Vater zweier Töchter, auf die unverheiratete strenge kinderlose "Übermutter" Frau Mägerlein trifft.
"..there´s no point in being "ex" if you can have a little fun..."

Labels: , , , , , ,

Donnerstag, August 12, 2010

Heino Ferch - Fotos von Stephan Rabold, Thomas Rusch, Wolfgang Wilde, Gordon Mühle und Jim Rakete

ignazwrobel


Fotos 2003-2013:

Fotoportrait Heino Ferch 2012 Maske Louis Adlon Quelle: diepresse.com



Heino Ferch Foto 2012 . Quelle pz-news.de


Foto Heino Ferch von 2010 anläßlich der Premiere von "Hanni & Nanni" Fotograf: Ralf Hake->

...Energie, Selbstbewußtsein, Optimismus...

Foto aus 2008
Copyrights
Dominik Beckmann für Brauer Photos auf http://www.bunte.de/society/heino-ferch-ein-wahnsinnig-schoenes-erlebnis_aid_8700.html.
Kostüm und Maske Thomas Danner aus “Entführt!”
.
- u.E. Photo taken during break.


Heino Ferch - Fotoporträt von Stephan Rabold, Berlin
Homepage Stephan Rabold

Ein Kick hier ist m.E. der bestürzend unausweichlich melancholische Appell des Blickes und der Gegensatz zwischen der rauen geradezu repellierenden Oberfläche des Gesichts im Ganzen, und dem magisch anziehenden Glanz der tiefblanken klaren Pupillen - wie Schale und Frucht -



Heino Ferch - Fotoporträt von Thomas Rusch suche Unterpunkt Portfolio -> Portrait2 -> Young German Cinema, dort:
(Bild rechts) Ein Kick hier sind m.E. die Glanzlichter in den Augen, die dem Blick etwas Geheimnisvolles geben, und die behutsam verdunkelte Gesichtshälfte die unsere Neugier noch weiter schürt.



Heino Ferch - Fotoporträt von Gordon Mühle


Ein mutiger Versuch- Heino Ferch mit geschlossenen Augen.
Ein Kick - das meditative Lauschen nach innen und auf ein "Oben" - ein schönes Bild. ...aber: wer ist das? Rätsel, Rätsel.. Heino Ferch ist sein Blick, seine Augen - Wenn diese beiden Scheinwerfer ausgeschaltet werden - bleibt die Bühne unbespielt.



Heino Ferch - Fotograf Jim Rakete

Ein Kick - m.E. die klare, wache und wohlwollend interessierte Offenheit des Ausdrucks, die angenehm überrascht und unseren Blick immer wieder neugierig zu den Pupillen zurückkehren läßt.



Heino Ferch - Fotograf Wolfgang Wilde

–der Kick ist die —Überraschung! (ups!) (…wie bitte? L.dyk.ller? Klar, in the first place) (Suche das Foto auf wolfgangwilde.de in der Unterrubrik “classics “ click auf thumbnail obere Reihe Foto rechts aussen)
Das Foto der Anzeigenkampagne Luftbrücke ist auch von ihm..(suche auf der homepage www.wolfgangwilde.de bei Unterpunkt “campaign”) und das Foto Alexandra Maria Lara und Moritz Bleibtreu und z. B. das Foto Anke Engelke (suche bei Unterpunkt “celebrities”) ist auch von ihm, was für ein Fotografenhalbgott. ..diese genialen präzise überlegt reduzierten Farbkompositionen….Gibt´s denn für die künstlerische Qualität von Porträtfotos überhaupt keinen Plafond ? das ist ja geradezu beängstigend..Die Qualitätsskala scheint nach oben offen zu sein, wie die Erdbeben-Richterskala…)
Homepage Wolfgang Wilde


Fotoporträt Heino Ferch 2007 von Jim Rakete ausgestellt in der Ausstellung 1/8 sec Augen/Blick/Porträts - Jim Rakete Neue Photographien

HF im Alter von 44.
Wir Frauen schauen augenblicklich auf die Arme. Nicht schlecht. Kann man überhaupt nicht meckern. Jim Rakete führt unseren Blick über die Schultern, den Brustkorb, den Leib hinab über das Bein bis zum Boden. Punkt. Unser Blick stolpert auf seinem Weg über die Kaffeetasse, - dass die aber auch ausgerechnet da...die Hand, die unserer Neugier den Blick verstellt, ist nicht von ungefähr genau dort. Sie hält nicht nur eine Kaffeetasse. Sie zeigt uns noch etwas. Einen breiten goldenen Ring. - Den Ehering.
Man kann auch auf den Kopf zoomen, das Foto hat über 1000 pix.
Licht, Schatten und (ein wenig) Bewegung:
Charaktergesicht.
wehrhaft. - und doch offen,
Kommt nicht näher, weicht auch nicht.
reserviert. - und doch interessiert,
müde und dennoch blitz-wach
sich abgrenzend. - und zugleich erwartungsvoll
hart aber trotzdem lauschend
...........wer in diesen Wald hineinruft -
- sollte vielleicht vorher Singen üben....
--

Shopping, Shopping, Photoshopping....herrlich!
Heino Ferch im Alter von 45, gesehen durch das magische Zauber-Okular von Frank Altmann.....
Homepage Frank Altmann





..und dann noch eine bunte historische Fotostrecke von gabo aus dem Jahr 2000...


..immer dieselbe Person, gesehen durch die Augen verschiedener Fotografen - Extreme zwischen mönchischer Introversion , wohlwollend in sich ruhender Offenheit über packend seelischen Appell bis hin zum coolen Lady k i ll r.

Labels: , , ,

Mittwoch, Juli 14, 2010

Filmszenen I ... I´ve just clipped her wing.Teil 2A.in: Das Piano. Holly Hunter - Ada MacGrath. Regie: Jane Campion, 1992-1993 New Zealand / Australia








Bildquelle und Bildrechte Australian Film Commission and Miramax Filmverleih

... I just clipped her wing...Teil 2A. in: Das Piano. Holly Hunter - Ada MacGrath. Regie: Jane Campion, 1992-1993 New Zealand / Australia; Musik: Michael Nyman (The Cook, the Thief, his Wife and her Lover Regie: Peter Greenaway, 1989; The Ogre 1996 Regie: Volker Schloendorff)

weiter zu Teil 2B->->

Story Line->

Filmbesprechung->

Das Piano 1992 – 1993 wurde mit drei Oscars ausgezeichnet und war nominiert für acht Oscars. Regie: Jane Campion, New Zealand / Australia.

<-<- zurück zu Teil 1


Vor der Szene

Alistair unterbindet die Liebestreffen zwischen Ada und George, indem er Ada in ihrem Haus im Halbdunkel einsperrt. Er vernagelt alle Fenster, so dass Ada nicht einmal mehr der Blick nach draussen möglich ist. Draussen, das ist ein brandgerodeter Platz mit toten Baumstümpfen, umgeben von einer undurchdringlichen grünen Mauer – dem Regenwald.

Ada´s kluge Strategie ist es, ihrem Gatten Alisdair zu seinem grössten Erstaunen körperlich – erotisches Vergnügen zu bereiten, bis seine Vorsicht nachlässt. Pietistische Nachbarinnen, die die Familie besuchen, finden ein scheinbar perfektes Familienleben vor. Ada wirkt ruhig und vernünftig. Ein eigenes Klavier ist nun auch im Hause.

Eines Morgens dringt Licht ins Schlafzimmer. Alistair entfernt die Bretter von den Fenstern.

Er muss weiter weg, um Schutzzäune zu bauen. Kaum ist er gegangen, will Ada George eine Liebesgabe schicken. Flora, die Tochter, soll sie überbringen. Das Kind, eifersüchtig, bringt die Gabe jedoch Alisdair.

Der ist ausser sich.

Die Szene

Wald. Blaues Licht. Weiss, als wäre Schnee gefallen. Der Regen. Alistairs Kopf nah. Sein Mund ist offen, aufgerissen, er rennt. Baumstämme ziehen durchs Bild. Wieder Alisdairs Gesicht. Es regnet. Alisdair ist bis auf die Knochen durchnässt.

Seine Hand nah. Er hält die große Axt in der der Rechten. Wir hören seine Schritte, er läuft schnell, er eilt, der Schlamm macht ein schmatzendes Geräusch, wenn der Schuh den Fusstritt verlässt.

Flora nah, sie trägt Engelsflügelchen, sie rennt auch, ebenfalls durch den Wald. Ihr langes Haar ist nass. Flora orientiert sich, rennt weiter. Sie scheint besorgt.

Schnitt.

Im Hause von Ada und Alisdair. Alles ist wohlgeordnet, schönes Holz, Tischdecke aus Klöppelspitze, ordentlich, trocken, Ada sitzt vorbildlich ruhig am Tisch und liest ein Buch.

Sie schreckt hoch.

Schnitt zur Tür.

Die Tür ist offen. Das Blau dringt herein. Blaues Regenlicht. Alisdair hat mit der Axt bereits ausgeholt. Ein Ächzen. Der Schlag ist gewaltsam. Die Axt spaltet den Tisch direkt neben Ada´s Buch.

Schnitt.

Ada ist zurückgewichen. Eine Hand vor den Mund geschlagen. Sie ist auffällig sauber klar und glatt. Ihr streng geflochtenes Haar, der Mittelscheitel, die glatten Cabochons ihrer schwarzen Augen.

Schnitt auf Alisdair. Schmutzig, nass, die Haare wirr, Kratzer im Gesicht, seine Zähne wie ein Hundegebiss, der Unterkiefer weit offen.

Der nächste Schlag seiner Axt geht ins Klavier. Das Blatt der Axt bleibt im Deckel stecken. Ada versucht, ihren Mann von ihrem Instrument zurückzureissen.

Alisdair schreit, er wirbelt Ada herum, packt sie an den Armen, brüllt

Ich habe Dir vertraut.

Der Hüne schleudert die kindhaft zierliche Frau durch den Raum, schüttelt sie dabei.

Ich habe Dir vertraut, verstehst Du?

Ada hält sich an Alisdairs Weste auf Brusthöhe fest. Sie hält sich an einer Gewalt fest, einer Gewalt, die sie jeden Moment töten kann.

Alisdair

Zwingst Du mich denn dazu, Dir weh zu tun?

Sein Gesicht ist verzerrt, hässlich, direkt über ihr. Er hat sie rückwärts über das Klavier gezwungen, sie liegt mit dem Oberkörper auf dem Instrument. Wir sehen gerade noch einen Blick von ihr zur Seite, Ekel….

Schnitt..

Zwei Garnrollen auf dem Tisch, sie wurden von Alisdairs Wüten angestoßen, eine fällt, das Garn rollt in rasendem Tempo von der Spindel ab…

Alisdair hat sich über Ada geworfen, drückt seinen schweren Körper auf sie. Im Zorn, er weint:

Wir könnten glücklich sein.

Wieder reisst er sie hoch, schlägt sie mit dem Rücken gegen die Wand.

Du machst mich rasend! Sprich!

Er reisst sie in die Zimmermitte, packt sie an der Hand, mit der freien Hand greift er die Axt.

Wir sehen die offene Tür. Er zerrt sie zur Tür, hinaus.

Schnitt.

Wir sehen Flora, sie rennt heran, sie hat das Haus erreicht. Flora kann hören:

Du hast mich belogen! Du wirst dafür Rede und Antwort stehen!

Schnitt.

Es regnet in extremis. Dichte Wasserschauer, das Licht blaugrau. Wir sehen den Mann, der seine Frau am Handgelenk zerrt. Ada greift in ein großes Bettuch, das zusammen mit der anderen Wäsche noch an den Leinen hängt. Wir hören ein schmerzhaft unangenehmes Reissgeräusch. Das Bettuch reisst entzwei.

Der große Mann zerrt die zierliche Frau weiter weg vom Haus, Ada versucht immer noch, sich am Bettuch festzuhalten.

Er brüllt am äußersten Maximum seiner Stimme, gegen den Regen an. Das Prasseln ist laut wie ein Wasserfall. Er hat Ada vom Tuch losgerissen.

Ob Du es sprichst, oder nicht, Du wirst Dich dafür verantworten!

Wir sehen die beiden Körper durch´s Bild gleiten, dazwischen, im Hintergrund, Floras weisse Schürze, sie steht am Baum und sieht zu. Ihr Gesicht ist verzerrt.

Holly Hunter – Ada McGrath; Harvey Keitel – George Baines, der Nachbar; Sam Neill – Alisdair Stewart, Ada´s Gatte; Anna Paquin – Flora McGrath, die Tochter



Kommentar:

Tja, so geht’s mancherorts zu. Auch bei uns in Europa. Bei uns: Die Eltern - kriegstraumatisiert von Nazideutschland und Zweitem Weltkrieg, krank von selbst erfahrener unmenschlicher Gewalt und Kälte. Da sprengt erlernte Gewalt klar und glatt die Grenzen seelischer und geistiger Gesundheit. Einmal, zweimal, immer wieder, jahrelang.

Der Amokläufer vergisst. Er vergisst jedes normale Mass. Er will seine Energie ableiten, er will töten – die eigenen Kinder, diejenigen, die ihm nahe stehen.

Borderliners. Jederzeit. Jederzeit können sie losgehen, wie Zeitbomben. Diese Zeitbomben sind Eltern von Kindern. Imagine those kids….






Bildquelle und Bildrechte Australian Film Commission and Miramax Filmverleih. Hotlinking ist ein Copyright-Bruch.

<-<- zurück zu Teil 1

weiter zu Teil 2B->->

Labels: , , , ,

Dienstag, März 24, 2009

Filmszenen I ..the story of sin and redemption…Teil 3 in: The Trojan Horse. Heino Ferch - Johann Kruse. Regie: Charles Binamé 2005 - 2009

Originalteaser aus der Homepage des TV-Mehrteilers The Trojan Horse. Heino Ferch - Johann Kruse. 2007-08

Bildquelle und Bildrechte bei cbc.ca


…The All American Story: the story of sin and redemption…Teil 3 in: The Trojan Horse. Heino Ferch - Johann Kruse. Regie: Charles Binamé 2005 - 2009

Johann Kruse from German BND in: The Trojan Horse. (Heino Ferch)

Bildquelle und Bildrechte bei cbc.ca


Die Männer haben sich Johann Kruse (Heino Ferch) vom BND zugewandt.


Johann Kruse


Your´re talking about a coup?


McLaughin, freundlich:


No, not precisely…


Kruse, er sitzt bequem, den rechten Ellbogen aufgestützt, so dass die angerauchte Havanna die er mit dem lockeren Griffe eines long term aficionados zwischen den Fingern der Rechten hält, neben seinem Kopf schwebt.

Trotzdem hat immer noch seine Handschuhe in der Linken, als rechne er nicht mit langem Aufenthalt.


Kruse.


How would this work? After all you´re Canadian.


Spear schaltet sich ein und erklärt an McLauglins statt. Sein spöttisches Lächeln und die scharfe Beleuchtung von oben geben seinem weisshaarigen Schädel ein wenig das Erscheinungsbild eines Advocatus Diaboli.


Read the mouseprint of the terms of the Canadian Union. Any citizen on territorry that subsequently becomes a state, has all rights of citizenship. ..including…the right to stand for the right of the presidency.


McLaughlin erinnert an seinen letzten unvergessenen Politcoup:


More importantly, my neighbours were dying of thirst. I brought them water. I brought it right in to the heartland of America.


Eine Geste vereint seine Handflächen zu einer Speerspitze. Eine Bewegung ziel und taucht ein.


Kruse denkt weiter:


Which party are you looking at?


Fortnan antwortet.


Neither.


Kruse blickt mit einer raschen Kopfwendung zu Fortnan. Wir fühlen Überraschung.


Fortnan


They run Tom up the middle. As an independent.


Kruse, ungläubig, er sucht durch Blickkontakt Bestätigung bei den anderen Anwesenden:


No third party candidad has won the presidency since Lincoln.


Der Franzose, scherzhaft:


…he´ll be in good company.


Spear


Times have changed. Prospero took about nineteen percent of popular votes – and he was visibly insane.


Spear lacht herzlich über seinen Scherz.


Fortnan


Every contingency has been calculated and adressed. Nothing has been left to chance. And our success is all over guaranteed.


Fortnan nah, zu Kruse, sehr betont:


Are you in?


Kruse ruhig aber mit einem Lächeln:


It´s impossible.


Pause. Er blickt von Einem zum Anderen. Keine Reaktion. Wir hören leise das entfernte Laufgeräusch einer Maschine.


Kruse Verstärkt:


What you propose is impossible.


Close up auf Fortnan. Er blickt Kruse unverwandt an.


Kruse gibt dem Erwartungsdruck nach:


….of course I´m in.


McLaughlin mit einem kleinen Grinsen:


Good.


Let´s get started.


Eine Gruppe von fünf Personen nähert sich. Bleibt hinter McLaughlin stehen.


McLaughlin


This is the team.


And here´s our challenge fellows, how to alloge a Trojan Horse becoming our left field and the november elections are just around the corner.


I propose we tell the Essential American Story .


This is the story of sin and redemption.


I am a sinner and for my sins I´ll be assassinated.

And I will be reborn.


Now: Here is the subject of my assassination.


Schnitt.


Nacht. Die hohe Metallbordwand des Schiffes von aussen.


To be continued 7. April 2009.


2005 – 2009 Heino Ferch (im Alter von 42) – Johann Kruse, Bundesnachrichtendienst Deutschland, Paul Gross – Tom McLaughlin, Ex-Prime-Minister of Canada , Tom Skerritt – aktueller Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Canada, William Hutt – Sir Miles Fortnum MI 6, Kenneth Welsh – Randall Spear, Sicherheitschef der USA.



Kommentar 1:


Peter Scholl-Latour über den Saulus-Paulus / Born again Mythos bei George W. Bush -> (Quicktime - Audio.mov) -> (0,25 Min) Tonquelle und Copyrights bei hr2 (Hessischer Rundfunk) Sendung Doppelkopf, Episode 749 Gastgeber Norbert Schreiber


Labels: , , , , , , ,

Montag, März 16, 2009

Filmszenen I …ich will dass Du gehst. Für immer. Teil 1A in: Entführt! Heino Ferch - Hauptkommissar Thomas Danner. Regie: Matti Geschonnek 2008-2009.





Bildquelle und Bildrechte bei ZDF.de click hier, um zur Homepage des Filmes auf ZDF.de zu gelangen

Hören statt Lesen Audio.mp3-> zum Soforthören

Vor der Szene

Der Mittvierziger Hauptkommissar Thomas Danner (Heino Ferch) ist mit einer bildhübschen Frau zusammen. Die ist allerdings geschätzte 23 Jahre jünger als er. Und sie ist die Tochter seines Chefs Riedel.

Tolle Sache. Die Frische der Jugend hebt seine Laune und beruhigt die Angst vorm Tod und Kristin, die junge Frau, blickt zu Danner auf. Seine Selbstsicherheit, seine Lebenserfahrung, sein Charisma - sie ist verliebt.

Leider ist die tolle Zeit schon seit längerem vorbei. Danner ist genervt von der Anhänglichkeit, Anspruchslosigkeit und Anhimmelei der Jugend. Kristin soll sich jemand anderen suchen.

Bis jetzt hat es Danner mit der klassischen Männermethode probiert: extensives Schweigen. Einmauern in einen unsichtbaren Turm aus Unnahbarkeit. Kristin will nicht verstehen.

Sie startet einen letzten Großversuch: Krebsverdacht. Vielleicht hat sie Brustkrebs. Das muss doch seinen Beschützerinstinkt wecken….

Kurzzeitig funktioniert das tatsächlich.

Bildquelle und Bildrechte bei ZDF.de

Ich bin ja bei Dir. sagt er, als Kristin mit der Krebsverdachts-Nachricht vom Arzt kommt.





Die Personen des Films:


Heino Ferch (im Alter von 45) ... Hauptkommissar Thomas Danner,
Rike Schmid
... Kristin Riedel, Danners Freundin, Tochter von Danners Chef Riedel,
Gerhard Garbers
... Josef Riedel, Danners Chef und Vater von Kristin,
Johannes Allmayer
...Kollege Schneider, Wadlbeisser, wird von Chef Riedel heimlich als Danners Aufpasser im Fall Targensee installiert,


Charleen Deetz ... Das Mädchen Hannah Bergmann, Tochter von Liane Bergmann, ,
Nina Kunzendorf
... Liane Bergmann,
Mark Waschke
... Frank Bergmann, Hannah´s Vater, wurde mit entführt,


Suzanne von Borsody ... Marietta Lahn , Exterroristin und Co-Entführerin von Hannah

Thorsten Merten ... Peter Münz, Ex-Terrorist und Co-Entführer von Hannah,
Matthias Brandt ... Der Psychopath Svensson, Co-Entführer von Hannah,


Andrea Sawatzki ... Vera Targensee, Co-Geschäftsführerin der Pharmafirma von Albert Targensee sen., Lianes Schwester und Lebensgefährtin von Maximilian Kessler.,

Hanns Zischler ... Maximilian Kessler, Amerikaner, Leiter Gestüt Targensee und Prokurist von Albert Targensee, Lebensgefährte von Vera Targensee


Friedrich von Thun ... Albert Targensee sen. Gründer und Unternehmer einer Pharmafirma mit 1 Milliarde Umsatz p.a.,
Sibylle Canonica ... Maria Targensee, Albert Targensee sen.´s derzeitige Lebensgefährtin,
Hildegard Schmahl
... Dorothea Targensee, Exfrau von Albert Targensee sen., lebt in Tanger,


Ulrich Thomsen ... Der Amerikaner Dr. Albert Brand jun.,


Arthur Klemt ... Kollege Golz Kripo,
Norbert Heckner
... Reiminger,



Vor der Szene.

Bildquelle und Bildrechte bei ZDF.de

Hauptkommissar Thomas Danner bleibt als Personenschutz ohne Unterbrechung bei der Mutter des entführten Mädchens, Liane Bergmann, auch nachts. Er schläft auf dem Sofa im Wohnzimmer.


Zeit vergeht.


Es ist Tag.


Man wartet auf einen Anruf der Entführer.


Wir stehen in der Tür des Hauses von Liane Bergmann. Wir sehen Danner zu, wie er wenige Schritte zum Auto seines Kollegen Schneider geht, ans Fenster klopft.


Unser Blick auf ihn trifft ihn im verlorenen Profil, von hinten, dann von der Seite.


Danner hat sein steingraues Jacket abgelegt, jetzt trägt er nur ein Sweatshirt aus sehr dünnem Stoff, grau, wie auch die Hose, am Taillenbund ist in der Rückenmitte das schwarze Pistolenhalfter sichtbar.


Er vergräbt seine Hände immer wieder, in jedem Moment, in dem es möglich ist, in den Taschen.


Der Blick auf seinen Leib überrascht, überrumpelt uns fast, hinterlässt Eindruck- damit haben wir nicht gerechnet. So genau wollten wir es vielleicht gar nicht wissen.


So ein Jacket hat seinen Sinn. Es verbirgt Persönliches.


Desillusioniert - so ist Danner uns bis jetzt erschienen. Trotzdem maximal zielorientiert. Er lächelt nicht, er scheint so weit weg von der Erinnerung an fröhliche Zeiten, wie Mary Bird Land von Chile.


Sein Witz ist sarkastisch, gelassen, langsam, Schritt für Schritt. Er spricht den letzten Satz im Wortduell und er benutzt ganz nonchalant die Waffe seines Gegners, um ihn zu schlagen. Ein Aikidoka des Wortwitzes.


Wir haben ihn schon ein paar Mal von vorne gesehen, er trägt Dreitagebart. Nicht so super gepflegt wie George Michael, eher so, als hätte er keine Lust oder Zeit zum Rasieren gehabt.


Aber jetzt und hier, dieser Leib.


Der dünne Stoff, gewirkt, schmiegt sich an Muskeln und Knochen. Unser Eindruck ist, einen Rücken zu sehen, dessen Besitzer lang und immer wieder schwere Last geschultert hat. Der unter dieser Last nicht gebrochen, nicht eingesunken ist, sich gegen gestemmt hat, und dabei in Wucht und Kraft gewachsen ist.


Ein Leib, der dicht und fest ist. Energie, gespeichert, bereit, abgerufen zu werden. Der Leib strotzt nicht, wir sehen erste Spuren des Alters, aber gerade die Verbindung aus Reife und Kraft überrascht, bestürzt auch, irgendwie. So genau wollten wir es vielleicht gar nicht wissen…..


---



Kommentar:


Copyrights und Bildquelle ZDF.de


Das Thema Brustkrebs und Trostversuch begegnet uns schon einmal in Auf ewig und einen Tag (2006, Buch: Chr. Jeltsch, R.: M. Imboden) bei Jan Ottmann und der krebskranken Mrs. Bradshaw. Sie sitzen einfach da. Eine ähnliche Szene, die solch einen Trostversuch zeigt, finden wir in Deutschlandlied (1996, Buch: P. Märthesheimer. R.: T. Toelle) Hanno läßt sich neben Lisa, die weint, auf der Couch nieder.



Labels: , , , , , , , , , , ,

Sonntag, März 15, 2009

Filmszenen I … und tret und donnere, die Tür auf einen Tritt, sie ein. Teil 1. in: Der zerbrochne Krug. Heinrich von Kleist, 1806.

Bildquelle und Bildrechte bei Hessischer Rundfunk

Der zerbrochne Krug. Bildquelle und Bildrechte bei Hessischer Rundfunk

zum Vergrößern in Firefox: rechte Maustaste und auf Grafik anzeigen clicken

..und geh, und drück, und tret und donnere, die Tür auf einen Tritt sie ein…. in: Der zerbrochne Krug. Fernsehinszenierung des Lustspiels von Heinrich von Kleist, 1806 im Jahr 1991 Regie: Heinz Schirk. Heino Ferch (im Alter von 28) - Ruprecht, Eve´s Verlobter.

hier entlang zum Originaltext des Stückes->

Vor der Szene.

Wir sagen´s gleich, wie´s ist: Hier ist einer Täter und Richter in einer Person.

Bildquelle und Bildrechte Hessischer Rundfunk

Der Täter ist der Dorfrichter Adam. Und er wird alles versuchen, seine Tat während der Gerichtsverhandlung, die er selbst führt (!), zu vertuschen. Er schreckt vor nichts zurück, Erpressung, Zeugenbeeinflussung, …alles hoch modern.

Der Dorfrichter hat heute während der Verhandlung sozusagen Bewährungstest. Der Revisor Walter ist da, um zu überprüfen, ob der Dorfrichter Adam sein Amt auch korrekt ausübt. Ausgerechnet heute.

Der Dorfrichter Adam hat nämlich kraft seines Standes sich ein Schäferstündchen bei der jungen Eve, einer Handwerkerstochter, erlaubt.

Eve konnte nichts dagegen tun: der Herr ist höheren Standes und darf, was andere nicht dürfen. Aber spurlos bleibt die Sache nicht.

Der Dorfrichter hat nämlich bei seiner Flucht aus der Kammer der Jungfer einen wertvollen Krug zertrümmert.

Bildquelle und Bildrechte Hessischer Rundfunk

Die Mutter, Marthe Rull, will Schadensersatz für den Krug. Sie weiß von nichts, sie wendet sich ganz normal an die örtliche Gerichtsbarkeit. An den Dorfrichter Adam, der zudem noch ihr direkter Wohnungsnachbar ist.

Die Mutter will den Schaden ersetzt, von der Person, die bei ihrer Tochter Eve fensterlt, fensterln darf. Von Ruprecht. Die jungen Leute fensterln - allerdings in aller Unschuld - mit einem festen Eheversprechen jedoch. Und wer anderer als der offizielle Fernsterler Ruprecht kann gestern nachts den Krug zerbrochen haben?

Bildquelle und Bildrechte Hessischer Rundfunk

Ruprecht sagt: ich war es nicht.

Wer zum Donner dann?

Gestern Nacht Clock Elfe musste Ruprecht im Dunklen einen Konkurrenten aus Eve´s Kammer in die Flucht schlagen.

Erkannt hat er ihn nicht. Es war ja stockfinster. Vielleicht war´s der Flickschuster, der Lebrecht. Aber mit der eisernen Türklinke, mit der in der Hand hat Ruprecht dem Konkurrenten ein paar kräftige Hiebe über den Schädel verpaßt.

Komisch, dass der Dorfrichter frische Wunden am Schädel hat. Sehr eigenartig….sehr sehr eigenartig…

Die Szene - was hat der Ruprecht auszusagen?

Der_zerbrochne_Krug_Ruprecht_erzaehltdenFall_RegieHeinzSchirk1991.mp3 Alle Aufführungs - und Copyrights: Hessischer Rundfunk.

“Dorfrichter und Verhandlungsführer Adam zu Ruprecht

Was glotzt Er da? Was hat Er aufzubringen?
Steht nicht der Esel wie ein Ochse da?
Was hat Er aufzubringen?

Ruprecht

Was ich aufzubringen?

Oberrevisor Walter

Er, ja, Er soll den Hergang jetzt erzählen.

Ruprecht

Mein Seel, wenn man zu Wort mich kommen ließe.

Walter

’s ist in der Tat, Herr Richter, nicht zu dulden.

Ruprecht

Glock zehn Uhr mocht es etwa sein zu Nacht,
Und warm just diese Nacht des Januars
Wie Mai, - als ich zum Vater sage: Vater!
Ich will ein bissel noch zur Eve gehn.
Denn heuren wollt ich sie, das müßt Ihr wissen;
Ein rüstig Mädel ists, ich habs beim Ernten
gesehn, wie alles von der Faust ihr ging,
Und ihr das Heu man flog, als wie gemaust.
Das sagt ich: Willst du? Und sie sagte: »Ach!
Was du da gakelst.« Und nachher sagt’ sie: »Ja.«

Adam

Bleib Er bei seiner Sache. Gakeln! Was!
Ich sagte: Willst du? Und sie sagte: Ja.

Ruprecht

Ja, meiner Treu, Herr Richter.

Walter

Weiter! Weiter!

Ruprecht

Nun -
Da sagt ich: Vater, hört Er? Laß Er mich.
Wir schwatzen noch am Fenster was zusammen.
»Na«, sagt er, »lauf; bleibst du auch draußen?« sagt er.
Ja, meiner Seel, sag ich, das ist geschworen.
»Na«, sagt er, »lauf, um elfe bist du hier.«

Adam

Na, so sag du, und gakle, und kein Ende.
Na, hat er bald sich ausgesagt?

Ruprecht

Na, sag ich,
Das ist ein Wort, und setz die Mütze auf,
Und geh; und übern Steig will ich, und muß
Durchs Dorf zurückgehn, weil der Bach geschwollen.
Ei, alle Wetter, denk ich, Ruprecht, Schlag!
Nun ist die Gartentür bei Marthens zu:
Denn bis um zehn läßts Mädel sie nur offen,
Wenn ich um zehn nicht da bin, komm ich nicht.

Adam

Die liederliche Wirtschaft, die.

Walter

Drauf weiter?

Ruprecht

Drauf - wie ich übern Lindengang mich näh’re,
Bei Marthens, wo die Reihen dicht gewölbt
Und dunkel, wie der Dom zu Utrecht, sind,
Hör ich die Gartentüre fernher knarren.
Sieh da! Da ist die Eve noch! sag ich,
Und schicke freudig Euch, von wo die Ohren
Mir Kundschaft brachten, meine Augen nach
- Und schelte sie, da sie mir wiederkommen,
Für blind, und schicke auf der Stelle sie
Zum zweitenmal, sich besser umzusehen,
Und schimpfe sie nichtswürdige Verleumder,
Aufhetzer, niederträcht’ge Ohrenbläser,
Und schicke sie zum drittenmal, und denke,
Sie werden, weil sie ihre Pflicht getan,
Unwillig los sich aus dem Kopf mir reißen,
Und sich in einen andern Dienst begeben:
Die Eve ists, am Latz erkenn ich sie,
Und einer ists noch obenein.

Adam

So? Einer noch? Und wer, Er Klugschwätzer?

Ruprecht

Wer? Ja, mein Seel, da fragt Ihr mich -

Adam

Nun also!
Und nicht gefangen, denk ich, nicht gehangen.

Walter

Fort! Weiter in der Rede! Laßt ihn doch!
Was unterbracht Ihr ihn, Herr Dorfrichter?

Ruprecht

Ich kann das Abendmahl darauf nicht nehmen,
Stockfinster wars, und alle Katzen grau.
Doch müßt Ihr wissen, daß der Flickschuster,
Der Lebrecht, den man kürzlich losgesprochen,
Dem Mädel längst mir auf die Fährte ging.
Ich sagte vor’gen Herbst schon: Eve, höre,
Der Schuft schleicht mir ums Haus, das mag ich nicht;
Sag ihm, daß du kein Braten bist für ihn,
Mein Seel, sonst werf ich ihn vom Hof herunter.
Die spricht: »Ich glaub, du schierst mich«, sagt ihm was,
Das ist nicht hin, nicht her, nicht Fisch, nicht Fleisch:
Drauf geh ich hin und werf den Schlingel herunter.

Adam

So? Lebrecht heißt der Kerl?

Ruprecht

Ja, Lebrecht.

Adam

Gut.
Das ist ein Nam. Es wird sich alles finden.
- Habt Ihrs bemerkt im Protokoll, Herr Schreiber?

Gerichtsschreiber Licht, der auch gerne Dorfrichter werden möchte

O ja, und alles andere, Herr Richter.

Adam

Sprich weiter, Ruprecht, jetzt, mein Sohn.

Ruprecht

Nun schießt,
Da ich Glock elf das Pärchen hier begegne,
- Glock zehn Uhr zog ich immer ab - das Blatt mir.
Ich denke: halt, jetzt ists noch Zeit, o Ruprecht,
Noch wachsen dir die Hirschgeweihe nicht;
Hier mußt du sorgsam dir die Stirn befühlen,
Ob dir von fern hornartig etwas keimt.
Und drücke sacht mich durch die Gartenpforte,
Und berg in einem Strauch von Taxus mich,
Und hör Euch ein Gefispre hier, ein Scherzen,
Ein Zerren hin, Herr Richter, Zerren her,
Mein Seel, ich denk, ich soll vor Lust -

Eve

Du Bösewicht!
Was das, o, schändlich ist von dir!

Frau Marthe

Halunke!
Dir weis ich noch einmal, wenn wir allein sind,
Die Zähne! Wart! Du weißt noch nicht, wo mir
Die Haare wachsen! Du sollsts erfahren!

Ruprecht

Ein Viertelstündchen dauerts so; ich denke:
Was wirds doch werden, ist doch heut nicht Hochzeit?
Und eh ich den Gedanken ausgedacht,
Husch! sind sie beid ins Haus schon, vor dem Pastor.

Eve

Geht, Mutter, mag es werden, wie es will -

Adam

Schweig du mir dort, tat ich, das Donnerwetter
Schlägt über dich ein, unberufne Schwätzerin!
Wart, bis ich auf zur Red dich rufen werde.

Walter

Sehr sonderbar, bei Gott!

Ruprecht

Jetzt hebt, Herr Richter Adam,
Jetzt hebt sichs, wie ein Blutsturz, mir. Luft!
Da mir der Knopf am Brustlatz springt: Luft jetzt!
Und reiße mir den Latz auf: Luft jetzt, sag ich!
Und geh, und drück, und tret und donnere,
Da ich der Dirne Tür verriegelt finde,
Gestemmt, mit Macht, auf einen Tritt, sie ein.

Adam

Blitzjunge, du!

Ruprecht

Just da sie auf jetzt rasselt,
Stürzt dort der Krug vom Sims ins Zimmer hin,
Und husch! springt einer aus dem Fenster Euch:
Ich seh die Schöße noch vom Rocke wehn.

Adam

War das der Leberecht?

Ruprecht

Wer sonst, Herr Richter?
Das Mädchen steht, die werf ich übern Haufen,
Zum Fenster eil ich hin, und find den Kerl
Noch in den Pfählen hangen, am Spalier,
Wo sich das Weinlaub aufrankt bis zum Dach.
Und da die Klinke in der Hand mir blieb,
Als ich die Tür eindonnerte, so reiß ich
Jetzt mit dem Stahl eins pfundschwer übern Detz ihm:
Den just, Herr Richter, konnt ich noch erreichen.

Adam

Wars eine Klinke?

Ruprecht

Was?

Adam

Obs -

Ruprecht

Ja, die Türklinke.”

zit. n.: Das Gutenberg-Projekt auf http://gutenberg.spiegel.de, Erster Akt Siebter Auftritt

1991 - Heino Ferch (im Alter von 28) - Ruprecht Tümpel, Eve´s Verlobter. Günter Strack - Dorfrichter Adam, Witta Pohl - Eve´s Mutter: Marthe Rull, Simone Pfennig - Eve, Ruprecht´s Verlobte. Ezard Haußmann - Revisor Walter, Lutz Mackensy - Schreiber Licht, Anwärter auf den Dorfrichter - Posten.

Kommentar 1.

Faszinierend, die Parallelen zu “Meine schöne Bescherung, 2007″. Das emotionale Gedächtnis. Ist vielleicht manchmal stringenter, als die bewußte Erinnerung. “Metze!” schreit Ruprecht, weil er glaubt, die Eve schläft fremd. “Metze!” schreit Jan, weil er glaubt, Sara schläft fremd. Die Tür hat Ruprecht eingeschlagen in seiner Wut. Gegen die Tür entlädt sich Jan´s Wut wegen der vermeintlichen Konkurrenten. Sogar die Gewalt gegen die Tür kommt wieder vor. Nach 16 Jahren. . und auch Jan wachsen Hirschgeweihe...

Kommentar 2:

Auch die Stelle mit dem Versteck in der Taxushecke, dem Beobachten des Konkurrenten und der Beschimpfung der Freundin als H ur e (Metze!) erinnert an eine andere Szene. s.a. Samstags, wenn Krieg ist. Wolf beobachtet in der Hecke verborgen seine Freundin, wie sie sich mit einem Konkurrenten amüsiert. Er ist extrem wütend, beschimpft seine Freundin anschließend mit H ur e.

Kommentar 3:

Das rüstig´ Mädel - Ruprechts Einschätzung von Eve, seiner Verlobten, - finden wir wieder in Scheidung a la carte. Jungkoch Walter hat sich mit einer famosen tüchtigen Frau verlobt. - Nicht nur Schönheit, auch Tüchtigkeit sind wichtig. Hier, dort und anderswo (z.B. Schatz von Troja) .

semi offtopic

Kino. Kino. Wir ihr ja bereits wisst, gibts in der Weltstadt Holzkirchen / Obb. fast alles. Unter anderem auch seit vielleicht ein, zwei Jahren ein Filmkunst-Kino. Da gibts immer Donnerstag und Sonntag zwei Filme. Ja, zwei. Aber: nur zwei beste Filme. (Keine Gefahr, aus Versehen in einen Mist-Mainstream-Film zu geraten.) Lang, lang nach der Premiere...ganz lang nach der Premiere sogar. Aber in die wären wir ja doch nicht gejockelt. München. Hinfahren. Menschenmengen. XXXL Kinos wie Flughafenhallen. Drängeln. Stoßen. Blöde Anmache. Wir.......warten. ....Wer Geduld hat, wird belohnt.

Bei uns, da ist´s gemütlich. Fools-Theater in der ehemaligen BayWa. Die Chefin lächelt uns an und macht ein Scherzchen, das Warte-Cafe vor dem Saal ist wie Becky´s Mutterhöhlen- Berghaus aus Winterschläfer, alles in Rot mit weichen warmen Ledercouches, handbemalten Möbelchen, bio-Zweigelt, handgefertigte Sandwiches, die einem in den Kinosaal hinterhergetragen werden,- falls nicht zum Filmanfang fertig- der Kartenabreisser setzt bei jedem Besuch die Kurzunterhaltung - über Tom Tykwer um einen weiteren Satz fort - und: nach der dritten Kartenbestellung werden Sie NAMENTLICH begrüßt. Ha. NAMENTLICH. Das ist Servicequalität.

Apropos Qualität. Operation Valkyrie. Reingehen. Guter Film. bzw. ein bestechend atemberaubend perfektes Hochglanzprodukt des amerikanischen Kinos. Selbstverständlich ist Stauffenberg Superman. Aber die Darstellung ist ganz neu. Europäisch. Die Spannung zieht der Film aus Nahaufnahmen von Gesichtern und der leisen Technik der Psychologisierung von Körpersprache. Die Männer sind wie eine Herde Fluchttiere, ein Blick, eine Nervosität, eine Bewegung, Kleine Bewegungen setzen sich in der Gruppe fort, versetzen auch uns in Alarmstimmung. Wir saßen vornübergebeugt auf der Stuhlkante und hatten fast den ganzen Film über Herzklopfen. Christian Berkel spielt als

Merz von Quirnheim neben Cruise die ZWEITE HAUPTROLLE. Er ist ein Guter. Gott sei Dank.

Bildquelle und Bildrechte www.acepilots.com


Labels: , , , , , ,

Dienstag, März 10, 2009

Filmszenen I …where does that lead us?… Teil 2. in: The Trojan Horse. Heino Ferch - Johann Kruse, BND. CAN. Regie: Charles Binamé, 2005 - 2009

Originalteaser aus der Homepage des TV-Mehrteilers The Trojan Horse. Heino Ferch - Johann Kruse. 2007-08

Bildquelle und Bildrechte bei cbc.ca

Fortsetzung der Szene:


Zeit: Nachts.


Ort:


Das Schiff

Das Schiff

Bildquelle und Bildrechte bei cbc.ca


Ein ausrangiertes Transportschiff an einer Pier, im Inneren des Frachtraumes. Dort ist auf der weiten leeren Fläche eine Sitzgruppe aufgestellt, auf der die Geheimdienstchefs von USA, Frankreich, Deutschland, England, Kanada und TomMcLaughlin, der Ex-Premierminister von Kanada, für eine strategische Besprechung Platz genommen haben.


Sir Miles Fortnan, MI 6:


A year and a half ago a critical meeting took place in the oval office between the president and his chief of staff and his NSA advisor.


Schnitt. Einblendung Szene im Oval Office des Weissen Hauses, dem Regierungspalast der Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada:


The Trojan Horse. Movie CAN 2008. Meeting Oval Office

The Trojan Horse. Movie CAN 2008. Meeting Oval Office

Bildquelle und Bildrechte bei cbc.ca

Wir verfolgen die Besprechung.


Inhalt:


China´s Extremisten werden die Kontrolle in Saudi Arabien übernehmen, sollte die Königliche Familie dort ausgelöscht werden. USA muss sich jedoch den Zugang zu den Ölquellen sichern.


Der Berater schlägt „pre-emptive occupation without a pretext“ vor. Zu Deutsch: vorsorgliche Besetzung des Landes ohne Angabe eines ausreichend glaubwürdigen Grundes.


…without being able to show cause?…


Die schwarze Aussenministerin opponiert:


Don´t be ridiculous! – At the very least we need a defendable pretext..


The Trojan Horse. Movie 2008. CAN.  Berater des Präsidenten

The Trojan Horse. Movie 2008. CAN. Berater des Präsidenten

Bildquelle und Bildrechte bei cbc.ca


Der Berater meint „National security“ genügt als „defendable pretext.“ „The horse has bolted.“ Zu Deutsch: Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen.


Präsident Stanfield, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada, nimmt das Bild vom Pferd auf, das ausschlägt:


Horses can be tricky – manchmal lässt es sich mit ein wenig Hafer beruhigen,


–sometimes you have to shoot the horse.


Klartext: Der Präsident ist für aggressives Vorgehen. MIT einem ausreichenden pretext, einem Grund.


Ende der Einblendung ins Oval Office.


Wieder im Bauch des Schiffes bei der Besprechung


Sir Miles Fortnan:


The kidnapping of the ambassador was a perfect pretext.


We managed to dodge that bullet.


Fortnan trägt schwarze Lederhandschuhe. Er hebt die Hände und unterstreicht seine Worte mit einem Zählgestus. Die schwarzen Handschuhe lassen seine Geste bedrohlich wirken:


US end game remains the same: the occupation of Saudi Arabia.


Dean Monroe, der Franzose:


The plans are very real and very active. And all of our political leaders are being pressured to join.


Johann Kruse vom BND:


Yes, this is true.


Tom McLaughlin:


Imagine the United States control the two largest oil reserves: Saudi Arabia and and the Canadian tar sands. The power would be greater than anything we can imagine.


Johann Kruse. Er raucht noch immer seine Havanna:


That´s a lunatic calculation for America to make - that by gambling China will back down.


Der Franzose Er sitzt im Halbdunkel. Wir können seine Züge fast nicht erkennen. Neben ihm eine eisblaue Lichtquelle, die dunkel an alte Stromtransformatoren erinnert. Die Umgebung mit den Wasserpfützen, den rostigen Stahlwänden und hier und dort aufspringenden Dampfsäulen wirkt so, dass langsam Beklemmung aufkommt :


We know that she (China) will. And we know the president won´t. So – Where does that lead us?


Tom McLaughlin:


Global War.


Schnitt auf Randall Spear, den Sicherheitschef der USA. Auf den Deutschen, den Franzsosen. Auf Sir Miles Fortnan.


e CAN 2008. Johann Kruse, BND

The Trojan Horse. Movie, CAN 2008. Johann Kruse, BND

Bildquelle und Bildrechte bei cbc.ca


Sehr ernste Gesichter. Kruse und Fortnan wechseln einen Blick. Kruse spricht aus, was als stille Frage im Raum hängt:


Ja, - what can we do?


It´s a fight between two Super-Powers and neither of them will listen to any of us.


Fortnan:


..The only way to head it off is if we run the shop.


Kruse, überrascht, fast amüsiert:


How do you propose to do that?


Jetzt kommt Randall Spear ins Spiel:


Buckle up! (Schnallen Sie sich an!)


Triumphierend:


We are going to install Tom McLaughlin as the next president of the United States of America.


Fortsetzung am 24. März 2009



2005 – 2009 Heino Ferch (im Alter von 42) – Johann Kruse, Bundesnachrichtendienst Deutschland, Paul Gross – Tom McLaughlin, Ex-Prime-Minister of Canada , Tom Skerritt – aktueller Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Canada, William Hutt – Sir Miles Fortnum MI 6, Kenneth Welsh – Randall Spear, Sicherheitschef der USA.

--


offtopic.

Unsere Meinung: Bei E..! fehlt neben den Autorennamen HH. und JvSCH ein dritter, bzw eigentlich ein erster: HF. Wegen der Bildmotive? ..wäre ein Kurzschluss.

Labels: , , , , , ,