Samstag, Januar 12, 2008

Filmszenen I ...Eines Tages sind sie dann zu ihm gekommen.. in: Der Tod kam als Freund. Teil 4A.

Heino Ferch - Dr. Ferdinand Korten, jung. Regie: Nico Hofmann 1990-91

Teaser Der Tod kam als Freund. Heino Ferch - Dr. Ferdinand Korten, jung. Regie: Nico Hofmann

Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

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Achtung enthält Spoiler!

Vor der Szene

Peter Mischkey, der Softwareingenieur aus dem Regionalen Rechenzentrum, ist tot. Er wurde von der Straße abgedrängt und stürzte mit seinem Auto von einer Brücke.

Hannelore Elsner als Judith Buchendorff in Der Tod kam als Freund 1990-91
Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Judith Buchendorff (Hannelore Elsner), Peter Mischkeys Freundin und Chefsekretärin des Vorstandes der Rhein-Chemie-Werke Dr. Ferdinand Korten glaubt nicht an einen Unfall.

Mischkeys Auftrag war es gewesen, die Emissionsdaten der Chemiewerke kontinuierlich zu überprüfen. Kurz nachdem das Regionale Rechenzentrum Emissionsalarm auslösen musste, kann Mischkey nicht mehr reden.

Judith Buchendorff wendet sich an den Privatdetektiv Gerd Selb mit der Bitte, der Sache nachzugehen.

Mischkey hatte gesammelt.

Alte Dokumente über Dr. Korten gesammelt.

Dokumente aus der Zeit vor 1945.

Mischkey wusste zu viel. Viel zu viel.


Kortens Vorgänger Direktor Tyberg war ganz plötzlich von den Nazis wegen Sabotage angeklagt worden.

Durchgesetzt wurde diese Anklage mithilfe eines Zeugen.

Carl Weinstein, ein Deutscher Chemieprofessor jüdischen Glaubens und damit als Zwangsarbeiter Todeskandidat, hatte im Sabotageprozess gegen Direktor Tyberg ausgesagt.

Professor Weinstein war wegen seiner kriegswichtigen Arbeiten für die RCW nicht wie sechs Millionen anderer Deutscher jüdischen Glaubens ermordet und verbrannt worden.

Direktor Tyberg wurde aufgrund Professor Weinsteins Aussage hingerichtet.

Mischkeys Unterlagen enthalten eine wichtige Adresse:

Die Adresse von Prof. Carl Weinsteins Ehefrau. Frau Weinstein lebt heute in Lissabon. Gerd Selb besucht Frau Weinstein. Von ihr erfährt er Ungeheuerliches. Etwas, das auch sein eigenes Leben in dramatischer Weise betrifft.

Marianne Hoppe als Carl Weinsteins Frau in Der Tod kam als Freund 1990-91


Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Frau Weinstein:

Carl hat tagsüber im Labor gearbeitet und ist mit Herr Professor angeredet worden. – abends hat man ihn dann wieder ins KZ geschafft.

Eines Tages sind sie dann zu ihm gekommen, Einer vom Werk, Einer von der SS....

Selb:

Wissen Sie noch die Namen?

Frau Weinstein:

..der von der SS hat gehinkt, weiss ich noch…(es war der alte Schmalz), …der andere hieß….Kotten. Sie verbessert sich: Korten.

Sie haben Carl gesagt, dass er in einem Sabotageprozess gegen Tyberg aussagen soll, - haben auch genau gesagt, was er zu sagen hat – war alles erlogen –

…und Carl hat auch nicht aussagen wollen – zunächst.

Aber dann hat er Angst gehabt und hat ausgesagt.

Sie haben ihm nicht einmal das Leben dafür versprochen – nur dass er noch ein bisschen überleben darf.

Martin Benrath als Dr. Gerd Selb in Der Tod kam als Freund 1990-91

Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Selb - er scheint erschüttert:

Sind Sie wirklich ganz sicher, dass Carl Weinstein zu dieser Aussage gezwungen worden ist?

Frau Weinstein, fast verwundert, dass Selb noch mal nachfragt:

Ja.

Gerd Selb, heute Privatdetektiv, war bei diesem Prozess gegen Tyberg ein junger Staatsanwalt, Vertreter der Anklage.

Er persönlich war es gewesen, der für Direktor Tyberg die Todesstrafe gefordert hatte.

Weinsteins Aussage hatte ihn diesen Antrag stellen lassen. Es war sein erster Prozess gewesen.

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1990-91 Heino Ferch (im Alter von 27) – Dr. Ferdinand Korten, jung; Werner Kreindl – Dr. Ferdinand Korten, alt; Sebastian Koch – Dr. Gerd Selb, jung; Martin Benrath – Dr. Gerd Selb, alt; Hannelore Elsner – Judith Buchendorff; Marianne Hoppe – Frau Weinstein.

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offtopic:


click auf das Bild, um zur Originalbildquelle http://www.kitzbuehel.com/events/topevents/detail/Polo_world_cup_2008/ zu gelangen.

Polo im Schnee - Kitzbühel dieses Jahr 11. - 13. Januar:

Freitag, 11. Jänner 2008
12.00 Uhr 1. Spiel
13.00 Uhr 2. Spiel (die Ferchs für König P., rotes Team-Shirt) 14.00 Uhr 3. Spiel


Samstag, 12. Jänner 2008

Marie-Jeanette und Heino Ferch Polo Kitzbuehel 2008 Spiel vom Samstag 12.01.2008 c Fotos ignazwrobel
12.00 Uhr 1. Spiel
13.00 Uhr 2. Spiel
14.00 Uhr 3. Spiel (die Ferchs für König P., rotes Team-Shirt) gewonnen.


Sonntag, 13. Jänner 2008
11.30 Uhr Spiel um die Plätze 5 und 6
13.00 Uhr Spiel um die Plätze 3 und 4
14.00 Uhr Finale (Hypo Liechtenstein Cup)

Preisverteilung: Spieler und Teams

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Sonntag, Dezember 23, 2007

Filmszenen I ...ausgerechnet der ehrbare Tyberg!...in: Der Tod kam als Freund Teil 3A Heino Ferch - Korten, jung. R.: Nico Hofmann 1990-91.

Heino Ferch - Ferdinand Korten, jung. Regie: Nico Hofmann, 1990-91

Teaser Film Der Tod kam als Freund. Regie: Nico Hofmann 1990-91

Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

...ausgerechnet der ehrbare Tyberg!...in: Der Tod kam als Freund .

Teil 3A. Heino Ferch - Ferdinand Korten, jung. Regie: Nico Hofmann, 1990-1991


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Neunzehnhundertachtziger Jahre.


Aufräumarbeiten nach der Explosion im Labor der RCW, der RheinChemieWerke.

Selb, der den alten Schmalz zu kennen glaubte, hat seinen Erinnerungspunkt wiedergefunden.


Selb zu Korten:


Schmalz war der Mann, den Du vor ´zig Jahren aus dem Rhein gefischt hast.


Selb blickt Schmalz hinterher, sieht seine Beine, das rechte scheint eine Unterschenkelprothese zu sein – Überblendung in Schwarzweiß.

Frühe Dreissiger, Beginn des Dritten Reiches. Szene im Lokal.

Die Beine verwandeln sich in Stiefel, darüber Breeches – Uniform.


Ein Lokal, brechend voll.


Der Uniformierte, ein Angehöriger der Waffen-SS, nähert sich einem Tisch.


An ihm sitzt Ferdinand Korten (Heino Ferch).


Die Uniform zu Korten:

Ich hab´ was Neues für Sie.

Wir sehen, dass Korten und der SS-Mann offensichtlich Termine abstimmen.

Wir hören:

Mittwoch, halb zwölf.

Der junge Selb (Sebastian Koch) kommt herein, Anzug, Borsalino. Er legt den Hut ab, überprüft sein Outfit um Spiegel. Aktentasche unter dem Arm, korrekt.


Wir sehen Selbs junges glattes Gesicht mit den weichen Lippen, den fast durchscheinenden Schläfen, dem Brillantineglanz im schwarzen Haar und den ebenmäßigen Gesichtszügen eines jungen Dichters Proust´ scher Sensibilität; - der junge Selb: Eine „Liebe von Swann“ – Schönheit.


Gerhard Selb als junger Staatsanwalt (Sebastian Koch) Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Selb blickt sich nach Korten um.



Ferdinand Korten und der SS-Mann (Heino Ferch; N.N.)







Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Der Uniformierte ist unter Spannung. Er lauert nach dem Hereingekommenen.


Selb entdeckt den SS-Mann bei Korten, scheint überrascht. Unangenehm überrascht.


Jetzt sieht auch Korten seinen Freund, erschrickt. Die Papiere werden schnell weggefaltet, der Uniformierte salutiert gegen Korten und beeilt sich, das Weite zu finden.


Selb blickt dem Uniformierten verständnislos hinterher.


Korten grüßt betont jovial mit Handschlag.

Du bist ja überpünktlich, Selb.

Seine Freundlichkeit hat etwas Verlogenes, eigenartig Schmieriges. Er reibt die Handflächen aneinander, eine Reinwasch-Geste.


Während er Selb anlächelt

Was darf ich Dir bestellen?...

Sein Lächeln versteckt etwas.


Gerdhard Selb als junger Staatsanwalt (Sebastian Koch) Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF


Selb antwortet nicht. Er hat bereits vorhin im Stehen bestellt.


Statt dessen, zu Korten:

Was hast Du denn mit der SS zu schaffen?

Kortens schmieriges Lächeln vereist, er nimmt die Hände auseinander, dreht sich weg, winkt einen Zeitungsjungen herbei, entfaltet die gekaufte Zeitung.


Selb hat Papiere aus seiner Aktentasche entnommen.


Ferdinand Korten (Heino Ferch)
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Korten liest die Schlagzeile.


Rhein-Chemie-Werke:

Direktor Tyberg wegen Spionage angeklagt.

Erschrocken:

Wenn es nicht der gute alte Tyberg wär`, könnt ich Dir direkt gratulieren. Dein erster Fall als Staatsanwalt und Du kommst groß raus.

Selb nimmt das Blatt - und liest.

Korten hat die Arme am Tisch aufgestützt. Knetet seine Hände.

Aber ausgerechnet der ehrbare Tyberg. Konntet ihr Euch keinen anderen suchen?

Selb schaut auf , nur seine Augen sind im Licht.


Kortens Jungmännergesicht, mit den hochrasierten Schläfen, den rolligen Haaren, den runden Augen, dem weichen Kindermund und dem offenen Blick wirkt mit einem Mal ganz unschuldig, naiv unschuldig. Wirklich ohne Tadel.

Mit meiner Hilfe…

er blickt in die Zeitung auf Tybergs Foto.

…beim Prozess kannst Du nicht rechnen. Wenn ich an die Nacht- und Nebelaktion im Labor denke…

Er nimmt einen Schluck Wasser, schüttelt leicht den Kopf, ein innerliches Nein.


Korten:


Der Mann wird einen fairen Prozess bekommen. Dann wird sich herausstellen – leichte Triumphmine – ob er wirklich so ehrbar und unschuldig ist, wie Du tust.


Ende Rückblende.


Die Umstände stellen die Freunde Gerhard Selb und Ferdinand Korten auf entgegen gesetzten Seiten auf.


Korten ist Laborassistent bei Tyberg und Selb ist jetzt Staatsanwalt.


Selb ist zur Staatstreue verpflichtet, Korten zur Treue seinem Vorgesetzten gegenüber.

Hält ihre Freundschaft das aus?


– Stay tuned!


1990-91 Heino Ferch (im Alter von 27 Jahren) – Ferdinand Korten, jung; Sebastian Koch – Gerd Selb, jung.


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Kommentar 1:


..was wir sehr interessant finden, ist, dass Ferch und Koch in einem späteren Projekt noch einmal exakt in derselben Problematik aufeinander treffen.


Hier, 1990: zwei Freunde, deren Solidarität durch externe Einflüsse einer Haltbarkeitsprobe ausgesetzt ist. Dort: dito. "Dort" ist: Der Tunnel, 2000. Szene Harry (Heino Ferch) und sein bester Freund Matthis Hiller (Sebastian Koch) Streit- und Versöhnungsgespräch in der Küche.


Hier, in Tod kam als Freund wird die Freundschaft nicht standhalten, im "zweiten Versuch" gelingt die Versöhnung, triumphiert die Freundschaft über die Umstände.


Ein zweimaliges Aufeinandertreffen zweier Darsteller in derselben Problematik s.a. Heino Ferch und Moritz Bleibtreu in Lola rennt und in Vom Suchen und Finden der Liebe. (Macht-Ohnmacht) ähnliche Auflösung:


Die Übermacht Ronnie bedroht den Abhängigen (Manni) mit tödlicher Sicherheit, der Übermächtige Hermes beherrscht, aber tröstet auch den Abhängigen (Mimi Nachtigall).

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Samstag, November 24, 2007

Filmszenen I ...ich fahr besser mit...in: Der Tod kam als Freund. Regie: Nico Hofmann 1990-91






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Heino Ferch - Korten, jung. Kamera: Gernot Roll. Regie: Nico Hofmann 1990-91

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Einführung:

Neunzehnhundertachtziger Jahre - Der Privatdetektiv Gerd Selb übernimmt – recht widerwillig – von seinem alten Studienkameraden und heutigen Vorstandsvorsitzenden der Rheinischen Chemie-Werke Korten einen Ermittlungsauftrag. Das Computersystem der RCW wurde unsystematisch gehackt. Selb soll den Hacker ausfindig und unschädlich machen.

Gerd Selb ist, obwohl sichtbar über fünfundsechzig, markant, schlank, hat wache, blitzende Augen. Seine Bewegungen sind noch schnell. Er trägt den obersten Hemdknopf offen, was nicht schlampig, sondern wie leiser Anklang an einen Lebensstil wirkt, der die angenehmen Seiten der Beziehung Mann-Frau nicht vergessen hat.

Hellblaues Oberhemd, cognacfarbende Wildleder-Jacke, sportlich leger.

Die Szene

Dr. Korten und Dr. Selb befahren im Jeep das alte Werksgelände der RWC. Korten, im Anzug, nicht jünger als Selb, schleudert den wuchtigen Wagen launig verspielt in einen Handbreak U-Turn.

Selb und Korten steigen aus.

Sie werden von einem altmodisch gekleideten Mann begutachtet, der dort offenbar Unwichtiges arbeitet.

Grauhaarig, Haarkranz, weißer Schnauzer. Kittel, Graues Hemd, Krawatte, Cord-Kniebundhose, Hosenträger, schwarze dicke Gummihandschuhe.

Der Mann hinkt – scheinbar eine Unterschenkelprothese.

Korten zu Selb:

Der alte Schmalz. Lebt hier - war schon vor fünfundvierzig im Werk und hat nach dem Krieg den gesamten Werkschutz aufgebaut.

Schmalz kann Dich überall rumführen.

Korten und Selb haben den Mann erreicht. Der ehemalige Werkschutzleiter nennt seinen Namen:

Heinrich Schmalz.

Selb, nach ein paar Augenblicken, suchend:

Kann es sein, dass wir uns schon mal begegnet sind?

Schmalz hat keine Erinnerung.

Korten lässt die beiden allein.

Schmalz zu Selb:

Da vorne sind unsere Versuchslabors. Wollen wir damit anfangen?

Selb: Gerne!

Schmalz und Selb gehen auf das Gebäude der Versuchslabors zu.

Auf einmal eine Kinderstimme aus dem Off:

Opa! Opa! … Opa!!!

Opa dreht sich um.

Schmalz zu dem Jungen:

Richard! Wo kommst den denn her?

Richard: Wir hatten eine Stunde früher aus.

Schmalz: Und was ist mit Deinen Hausaufgaben?

Richard: Keine Lust!

Schmalz: Mach sofort, dass Du nach Hause kommst.

Selb: Meinetwegen könnse Ihn ruhig mitnehmen!

Die drei nähern sich einem Gebäudetor. Davor liegt ein Haufen Bausand. Der Werkshof ist nicht hypermodern, - Sichtmauerwerk, Holzfenster, Fahrräder lehnen an der Wand.

Richard zu Selb: Wußten Sie, dass mein Opa Autos sammelt?

Schmalz, verlegen: …a paar alte Lieferwagen, an denen ich ein bißchen rumbastle…..

Eine weiße Wolke dringt aus dem Gebäudetor, als die drei noch circa fünfundzwanzig Meter entfernt sind.

Die Wolke jagt eine Person im Laborkittel vor sich her, dann sofort zwei Detonationen.

Selb und Schmalz werfen sich automatisch in den Sandhaufen, ziehen den Jungen mit - Deckung.

Weitere Personen in Laborkleidung fliehen aus dem Gebäude. Selb hebt langsam den Kopf.

Weißer Rauch überall, alles vernebelt. Plötzlich eine große Detonation. Ein Feuerball hustet aus dem Werkstor. Die Explosion jagt einen Trümmerregen durch die Luft. Dicke schwarze Rauchwolken folgen.

Selb, Schmalz und der Junge zucken mit den Köpfen wieder hinter die Sandberg-Kante, drücken sich in den Sand.

Eine Sirene beginnt zu heulen.

Schmalz und der Junge liegen bewegungslos. Schmalz blickt mit starren ängstlichen Augen in Nichts, lauscht.






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Selb, selbst mit der Wange im Sand, sieht das starre Gesicht von Schmalz – und hat unvermittelt unwillentlich einen Flashback.

Rückblende in Schwarzweiss.






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Close up auf ein Gesicht. Das Gesicht gehört einem Mann, der am Boden liegt. Der Mann ist durchnäßt, die Augen geschlossen, - er ist bewusstlos.

Eine Hand dreht ihn auf den Rücken, packt den Kopf, dreht ihn in Seitenlage. Die Kamera fährt rückwärts.

Halbnah.

Wir sehen:

Ein junger Mann im Hemd, Hosenträger, ebenfalls ganz durchnäßt, kniet vor dem Bewußtlosen.

Sein Gesicht ist im Schatten, deutlich im Licht sein nasses kurzgeschoren gelockt helles Haar.

Das Licht, das ihn steil von oben trifft, zeigt uns seinen Oberkörper, seine Schultern. Muskulöse, harte Schultern, athletisch trainierter Brustkorb. Das Licht streift immer wieder seine Schläfe. Wir ahnen Angst, sehen tatsächlich jedoch nur seine Bewegungen. Er scheint den Bewusstlosen mit den pumpenden Bewegungen, die vor einem halben Jahrhundert angewandt wurden, wieder zu beleben.






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Plötzlich hebt der Helfer sein Gesicht ins Licht.

Wir erschrecken.

Der junge Mann ist bis zu einem Zustand völligen Entsetzens in höchster innerer Alarmiertheit.

Wir folgen seinem hoch erregten Blick und sehen, dass er nicht allein ist.

Er und der Gerettete werden von einer Gruppe von sieben Corps-Studenten beobachtet, ja untätig betrachtet. Corps-Studenten in voller Couleur mit Mützen, Zipfeln und Bändern.

Einer trinkt aus einer Schnapsflasche. Ein anderer raucht Zigarre.

Der junge Mann ruft jetzt:

Selb!

Ein paar von den Corps-Brüdern drehen sich um. Selb scheint hinter ihnen zu stehen.

Der junge Mann noch einmal, lauter:

SELB!

Von hinten kommt jetzt der Angerufene heran. Er rennt. Ein hübscher junger Mann (Sebastian Koch ), mit schwarzem Haar und den sensiblen Gesichtszügen eines jungen Orson Welles ... Ein frischer Schmiss auf der rechten Wange, Hemd, Jacke.

Alarmiert:

...und?, was is mit ihm?

..Als hätte er einen Befund erwartet.

Er kniet sich sofort nieder.

Der Arzt muss gleich hier sein.

Wir verstehen. Selb war weggelaufen, um einen Arzt zu holen.

Selb, besorgt: Soll ich Dich ablösen, Korten?

Der Retter ist Korten (Heino Ferch). Wir sehen Selb und Korten als junge Männer in den frühen dreissiger Jahren - während des Dritten Reiches.

Korten schüttelt den Kopf, macht weiter.

Totale.

Sirenen. Der Rettungswagen ist da. Man bringt eine Bahre. Korten steht auf.

Wir sehen jetzt, was wir vorhin nur ahnten. Einen überaus athletisch straff durchtrainierten jungen Mann. Später werden wir erfahren – er ist Amateur-Boxer.

Die Szene spielt am Anfang des Dritten Reiches und der junge Mann übt das, was im Dritten Reich als „die“ männliche Sportart gelten sollte – Boxen.

Korten blickt immer weiter auf den Ohnmächtigen, er ist offenbar sehr mitgenommen von diesem Vorfall, von dem wir nicht wissen – war es ein Unfall, war es ein Freitod-Versuch?

Korten weicht einige Schritte zurück, um Platz für die Sanitäter zu machen.

Selb steht jetzt direkt neben ihm. Er nimmt sein Jackett von seinen Schultern und legt es Korten über.

Selb: Hast Du den Kerl gekannt?

Korten:

Ganz flüchtig. Aus der Mensa. Studiert Maschinenbau. Hat seine Zwischenprüfung verpatzt.

-also ein Freitod-Versuch. Deshalb ist Korten so sehr betroffen.

Der ohnmächtige Junge - er liegt jetzt auf der Bahre –zeigt erste Zeichen der Rückkehr in den Wachzustand. Öffnet die Augen.
Korten hat ihn gerettet.

Man trägt die Bahre weg.

Korten hat Selbs Jacke noch über den Schultern

Er nimmt sie wieder ab. Drückt sie Selb in die Hand, geht der Bahre hinterher.

Nimm Du meine Sachen, Selb – ich fahr besser mit.

Er verschwindet aus dem Bild.

Er will den Verzweifelten nicht allein lassen.

Ende Rückblende.

Rettungswagen, Blaulicht, Sirene, Feuerwehr vor dem Gebäude der RCW. Selb ist wieder in der Gegenwart.

Hören statt Lesen Audio.mp3->

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-

1990-91 Heino Ferch (im Alter von 27) – Korten jung (als Student), Sebastian Koch – Gerhard Selb jung (als Student), Martin Benrath + -Dr. Selb alt (1991 als Privatdetektiv) , Werner Kreindl + - Dr. Korten alt (1991 als Vorstandsvorsitzender der RCW) , Hannelore Elsner - Judith Buchendorff . Kamera: Andreas Hofer und Gernot Roll. Die Gattin von Gernot Roll, Rita Serra-Roll, wird HF wird zwölf Jahre später mit seiner heutigen Ehefrau bekannt machen….

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