Donnerstag, September 06, 2007

Filmszenen I ...wir haben alle Mist gebaut... Teil 5. In: Straight Shooter.

Heino Ferch als Volker Bretz 1998-99

Teaser Film Straight Shooter

“.. ...wir haben alle Mist gebaut..“ In: Straight Shooter. Teil 5. Heino Ferch als Volker Bretz, Buch und Regie: Thomas Bohn 1998-99. Produktion Joseph Vilsmaier, Perathon.

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Die Szene

Wir treten mit Bretz in das Wohnzimmer. Paufler hebt gerade einen Gegenstand vom Boden auf. Er sieht den Eindringling und richtet sich auf.

Gegenschuss auf Bretz, wir stehen hinter Paufler. So können wir in aller Deutlichkeit die langsame bewusste und unnachgiebige Bewegung sehen, mit der Shooter die Les Baer Monolithe aus der Verwahr- in die Anschlagposition am gestreckten Arm bringt. Shooter läßt Paufler direkt in die Mündung der Waffe blicken.

Wir haben auch alle Zeit der Welt, den Ehering und den Schmetterlingsanhänger an Shooters Hand zu sehen, der Hand, die jetzt den töten wird, der am Tod der beiden Menschen Mitschuld hat, an die die beiden Schmuckstücke erinnern.

Straight Shooter Aug in Aug mit dem Staatssekretär

Wir können Shooter direkt in´s Gesicht sehen.

Das Gesicht ist bewegungslos, ruhig, ohne Verzerrung durch Wut, Aggression oder Hass. Der Blick ist nicht einmal kalt, auch nicht triumphierend.

Er ist von einer bleiernen Entschlossenheit, die keinen noch so schmalen Spalt einer Schwäche, einer Unsicherheit zeigt, in der Paufler das Messer seiner Überredungskunst einspannen und ein Aufhebeln der Psyche des zum Mord entschlossenen versuchen könnte.

Paufler, er steht nur zwei Schritte von Shooter entfernt, hat die Arme hoch erhoben.

Er ist Politiker. Überzeugen durch Reden ist sein Job. Reden ist jetzt auch seine einzige, letzte Chance.

Er sagt:

Hören Sie, ich weiss, wie Sie sich fühlen müssen...

Pause. Vogelgezwitscher von draussen.

... ich kann Ihnen helfen...

Pause.

Er wartet auf eine Reaktion. Shooter bewegt nichts, nicht die Waffe, nicht sich selbst, seine Miene bleibt völlig unverändert.

...wir haben alle Mist gebaut...

Insert auf die Waffe.

Shooters Zeigefinger am Abzug krümmt sich langsam, wir hören ein leises Vorclicken..

..das Ministerium, .....die Wirtschaft....

...ich..

Der Zeigefinger am Abzug bleibt in Position..

..und dadurch auch Sie...

Jetzt sehen wir bei Bretz einen Lidschlag. Wir glauben, Paufler hat ein paar Millimeter gewonnen.

Paufler wartet mit offenem Mund.

Dann:

....man hat Ihnen sehr weh getan, Herr Bretz, aber....

Paufler deutet ein Kopfschütteln an...

..das .... können Sie nicht ungeschehen machen, indem Sie anderen genauso wehtun.

Paufler lässt das Kopfschütteln nachklingen, es sieht jetzt aus, wie ein Flehen.

..mein Gott, Herr Bretz, ich kann Sie doch verstehen.

Insert auf die Waffe.
Shooter lässt die Spannung seines Zeigefingers nach, wir hören, wie die Feder sich streckt.

..ich versteh Sie sehr gut.

Jetzt geben wir Paufler eine über 50% Chance.

..aber auch viele Ihrer Opfer hatten.....Kinder.

Eine einzige und erste seelische Bewegung in Shooters Miene.

Er zieht die Augen zusammen. Kein gutes Zeichen.

Wieder Nahaufnahme der Waffe. Der Zeigefinger krümmt sich schnell.

Schnitt.

Totale durch das garagentorgroße Wohnzimmerfenster auf die Szene im Raum.

Wir hören den pfeifend dumpfen Knall, den der Schalldämpfer beim Abdruck erzeugt,
sehen, wie Paufler von der Wucht des Projektils rückwärts gegen die Bücherwand geschleudert wird und zusammensackt.

Während er fällt, verfolgt Shooter sein Ziel ruhig wie ein Sportschütze und gibt regelmäßige gezielt verfolgende Schüsse auf sein Opfer ab, als stünde er in einem Trainingsschießstand.

Schnitt. Innen.

Wir stehen vor Bretz. Er nimmt nach dem letzten Schuß ruhig die Waffe aus dem Anschlag nach unten.

Halbtotale.

Sein Gesicht zeigt jetzt eine Veränderung, die wir fast übersehen hätten.

Aber: Sein Gesicht wirkt entladen –

alt,
leer, ausgelöscht, einsam.

Wie Asche.

Das leise Glühen seines Hasses ist verschwunden.

Schnitt.

Von aussen ins Zimmer. Shooter dreht sich langsam weg und geht. Er entkommt per Fahrrad.

Ende der Szene.

1998-99 Heino Ferch – Volker Bretz, der Straight Shooter; Dennis Hopper - Frank Hector, Shooter´s Ausbilder; Ulrich Mühe- Staatssekretär Markus Paufler.

- - -

Kommentar 1:

Die Figur des Straight Shooter zeigt einen Mann, der rücksichtslos Selbstjustiz übt.

Sie zeigt auch einen Mann, der durch das Übermaß an Traumatisierung durch Krieg und privates Schicksal psychopathisch wird.

Der Regisseur Thomas Bohn erklärt im Audio-Kommentar, dass ein Finanzier des Filmes die Bedingung stellte, dass die Figur am Ende des Filmes nicht als psychisch normal dargestellt werden darf und die Filmhandlung auch die Unschädlichmachung des Schädlings zeigen muss.

Also schießt Frank Hector am Ende auf Straight Shooter.

Wir sehen den allerletzten Moment vor dem Schuß und ergänzen, dass Hector Shooter trifft.

Dr. Frankenstein (Hector) löscht das Ungeheuer, das er mit eigenen Händen (als Ausbilder von Bretz) erschaffen hat, mit eigener Hand auch wieder aus.

Kommentar 2:

Kurz nach diesem Mord werden wir Zeugen, wie Volker Bretz die psychische Borderline überschreitet.

Er fordert sich bis an die Grenze mit Klimmzügen in der stillgelegten Fabrik, in der er sein Lager aufgeschlagen hat. Als er am Ende seiner Kräfte loslassen muss, stürzt er auf einen scharfen Gegenstand. Der schneidet seinen Oberarm auf. Bretz blutet heftig aus einer großen Schnittwunde.

Der Anblick seines eigenen Blutes ist der Auslöser, der Bretz aus dem Grenzbereich der psychischen Normalität in den Wahnsinn kippen läßt.

Äußerlich zeigt sich dies durch zunehmend zwanghaft überkontrollierte roboterhafte Bewegungen, gepaart mit einem Austicken, einem Tic. Der seelische Bogen ist überspannt. Bretz kann die Mittel, die er benutzt, nicht mehr einordnen. Die Folge: er richtet ein Blutbad unter Frauen an.

Kommentar 3:

Zwei Figuren in zwei Filmen ,Straight Shooter 1998 und Athos in „Die Drei Musketiere“ 2004, stehen thematisch zueinander in Verbindung.

Beiden Männern wird gewaltsam ihr Erstgeborenes entrissen. Beide Männer machen Schuldige, Verantwortliche dieses Verlustes aus und beide Männer reagieren mit Selbstjustiz.

Shooter stirbt am Ende an seiner Selbstjustiz. Gewalt erzeugte Gegengewalt.

Athos, ein Mann, der zehn Jahre reifer ist als Shooter, blickt auf diese seine Selbstjustiz zurück und macht dazu zwei Aussagen.

1. „ich war dieses Ungeheuer“ – Athos bewertet sein Verhalten von damals, die Lynchjustiz, als ungeheuerlich.

Und

2. Diese (verantwortliche Person) muss gerichtet werden – nicht ermordet.

Athos, der Ältere, lehnt Selbstjustiz jetzt ab. Gerechtigkeit nicht mehr durch Rache, wie Straight Shooter und er selbst vor Jahren, sondern durch Verurteilung durch eine richterliche Instanz.

Setzt man beide Figuren in Beziehung, so ergibt sich, das dass die zweite Figur uns das Thema des gewaltsamen Kindsverlustes und der darauf folgenden Reaktion noch einmal in Rückblende vor Augen stellt und dann eine andere Lösung vorstellt.

Eine Lösung, die das Pendel von Gewalt und Gegengewalt durch Richterspruch, durch eine objektive Instanz, stoppt.

Shooter und Athos der Jüngere gingen aus der Selbstjustiz als Verlierer hervor.

Athos der Ältere gewinnt durch eine gerechte Lösung seine Zukunft.

Methoden: Audio.mp3 (Victor March/McGulloch -Pierre Besson - zu Katharina von Strahlberg - Iris Berben - in "Afrika - Mon Amour")

Zur Rechtslage des Filmzitats : Hinzuziehung von kurzen Filmtracks sind in einem eigenen Werk ,welches das "Original überstrahlt" zur Unterstreichung einer eigenen Argumentationslinie erlaubt.

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Lisl

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Freitag, Januar 26, 2007

Filmszenen I “...wenn ich nur mit ihm reden könnte….” In: Straight Shooter. Teil 4. - 1998-99

Filmszenen I “...wenn ich nur mit ihm reden könnte….” In: Straight Shooter. Teil 4. - 1998-99

Teaserbild Film Straight Shooter

“...wenn ich nur mit ihm reden könnte….” In: Straight Shooter. Teil 4. Heino Ferch als Volker Bretz, Buch und Regie: Thomas Bohn 1998-99. Produktion Joseph Vilsmaier, Perathon.

Bildquelle und alle Bildrechte bei Joseph Vilmaier perathon Filmproduktionsgesellschaft.

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Szene in Pauflers Büro.

Der Chef des Sondereinsatzkommandos Berndt (Jürgen Schornagel) und die Staatsanwältin Toelle (Katja Flint) im Büro von Staatssekretär Paufler (Ulrich Mühe). Der Kommissar berichtet von seinen Fahndungs(-Miss-)Erfolgen, da platzt Frank Hector (Dennis Hopper) in den Raum:

Vielleicht ist es schon zu spät um unseren Herrn Staatssekretär zu retten.

Der Staatssekretär horcht auf:

Wie bitte?

Frank Hector genügen wenige Worte, um den Anwesenden plausibel zu machen, dass der Staatssekretär akut in Lebensgefahr schwebt.

Paufler steht zum ersten Mal sichtbar die Angst ins Gesicht geschrieben. Er steht vom Tisch auf.

Close up auf sein Gesicht. Die Augen sind rund vor Angst, der Mund steht offen. Er scheint zu suchen, einen Ausweg zu suchen...

Wenn ich nur mit ihm reden könnte....murmelt er.

Schnitt.

Nahaufnahme einer verrußten Hand, die ein Zielfernrohr justiert.

Gleich darauf sehen wir Bretz von vorn, das Zielfernrohr ist auf einen Granatwerfer montiert, den Bretz im Anschlag auf den Ausgang des Regierungsgebäudes angelegt hat.

Wir blicken in ein Mündungsloch, in dem bequem eine Vogelfamilie fünf Eier ausbrüten könnte. Diese Shotgun wird zweifellos Pauflers Dienstwagen zu Staub zerlegen.

Blick durch das Zielfernrohr. Wir sehen Pauflers Wagen im Fadenkreuz, Schwenk auf den Hauptausgang, zum Wagen zurück. Bretz entsichert, visiert.

Wir sehen durch die Visieroptik sehr rasch einen zweiten Wagen heranfahren, Paufler wird, von allen Seiten durch Personenschützer abgedeckt, schnell zum Wagen geleitet, der Wagen startet...

Bretz ist durch irgend etwas irritiert. Im Hauptausgang erscheinen jetzt die Staatsanwältin und sein verhasster Ausbilder und Ex-Vorgesetzter Frank Hector. Hector dreht sich frontal zu Shooters Position und schickt ihm deutlich sichtbar einen Gruss herüber. Es scheint, als blicke er unserem Mann lächelnd direkt ins Gesicht (Reihe 3, 2. Platz rechts, Aufgang E.)

Okay, dann eben anders.

Schnitt.

Szene Paufler´s Haus.

Eine typische – nicht sehr auffällige – Villa mit tiefgezogenem Dach in einem gepflegt ruhigen Stadtteil. Alter Baumbestand, das Viertel hat Tradition.

Wir stehen vor der Villa des Staatssekretärs. Auch hier wurde der Personenschutz verstärkt, ein Mann steht direkt auf der Straße, ein zweiter sitzt im Auto, schält eine Orange.

Im Wohnzimmer zwei weitere Guards, alle mit obligaten Pistolenhalftern unter der Achsel, albern herum.

Paufler telefoniert. Methodenstreit über die Verfolgung von Bretz.

Schnitt. Draussen.

Hintergrundssound – noch leise – afrikanische Kriegstrommeln.

Eine alte Dame kehrt die Straße.

Da kommt ja auch schon der Schlotfeger!

Der Trommelrhythmus verstärkt sich, forsch.

Bretz schießt hinter einem Auto hervor, zu Fuß, sein Dienstfahrrad mit den Kehrbesen schiebt er.

Er kommt näher.

Die Herren mit dem Knopf im Ohr äugen hinüber.Body Guard auf der Straße (Thomas Bohn)

Der Body Guard auf der Straße greift vorsichtshalber nach seiner Dienstwaffe, - Insert - die schwere silberne Panzerkette an seinem Handgelenk blitzt auf. ..

Der Kaminkehrer kommt noch näher. Als Bretz nachbarschaftsfreundlich dem Guard in seine eisblauen Augen lächelt, gibt dieser sein Misstrauen auf und steckt die Waffe zurück.

Gleich danach bäumt der Mann sich zweimal auf, fällt.

Tot.

Bretz hatte seine schallgedämpfte Les Baer Monolith Heavyweight in der Ledertasche versteckt, die flach auf dem Lenker liegt.

Bretz schießt sofort auf den Wachdienstwagen.

Die Frontscheibe zerplatzt, die Orange rollt auf den Boden. Im Wagen sieht´s aus wie nach dem Hühnerschlachten.

Shooter als Schlotfeger verkleidet wirft einen Hassblick

Bretz wirft einen Hassblick nach dem Haus.

Drei miteinander verbundene Handgranaten warten in seiner Lenker-Tasche. Bretz nimmt sie in die Hand.

Frau Straßenkehrerin steht schreckensstarr. Bretz scheucht sie, mit den Granaten in der Hand. Die Frau lässt den Besen fallen und wieselt davon.

Bretz zieht einen Sicherungsstift, wirft das Package durch ein Fenster der Villa. .

Geht in Deckung.

Sehenswert, wie alle Fenster im Erdgeschoß gleichzeitig explodieren. Eine Feuerwalze hustet aus allen Fensterlöchern, dann Rauch.

Bretz zückt seine Les Baer und entert das Haus. Drin siehts aus wie im Krieg. Die beiden Guards - aufgerissene steife Leichen.

Der Herr Staatssekretär? Der sitzt im Wohnzimmer. Lebend. Bretz tritt ohne Hast ein, legt ohne Hast auf Paufler an.

Paufler hebt die Hände hoch. Er versucht sofort, Bretz von seinem Vorhaben wegzureden.

--- Wird er es schaffen? Reden wollte er ja sowieso.


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1998-99 Heino Ferch - Volker Bretz, der Straight Shooter, Katja Flint – die Staatsanwältin Regina Toelle, Dennis Hopper – Frank Hector, Straight Shooters Ausbilder. Jürgen Schornagel – Berndt, Leiter der Sondereinsatzkommission.

Thomas Bohn hat seinen Film als Cameo signiert. Guard Nr. 1 mit den eisblauen Augen und der silbernen Panzerkette am Handgelenk ist Thomas Bohn himself.

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Montag, Januar 15, 2007

Filmszenen I "...Und dieses Kind kriegt eine Chance."

Filmszenen I "...Und dieses Kind kriegt eine Chance." Heino Ferch - Volker Bretz, der Straight Shooter

Teaser 2 Film Straight Shooter

"...Und dieses Kind kriegt eine Chance."
in: Straight Shooter,
Heino Ferch als Volker Bretz, der Straight Shooter. Teil 2
Buch und Regie: Thomas Bohn,
D, 1998-99.

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Bildquelle und alle Bildrechte bei perathon Filmproduktionsgesellschaft Josef Vilsmaier

Die Exposition des Films, die erste Szene, führt uns zum Thema: Sein oder Nichtsein – von Kindern:

Wir folgen in einem brechend vollen Nachtclub, einem Bordell, einem Body Guard.

Der Mann bewegt sich die Treppe hinauf und klopft oben an eine Tür. Die Tür des Chefs.

Wir hören durch die Tür eine genervte Männerstimme:

Jetzt nicht.

Schnitt. Im Raum.

Der Besitzer, Mitte Fünfzig, und seine Freundin – in goldenen High Heels und grellrotem Seidenmorgenmantel- (ihrer Arbeitskleidung als Nutte) und stehen einander gegenüber.

Der Mann, das erfahren wir später, ist Frank Hector, ehemaliger Ausbilder von Sondereinsatz-Soldaten in der Fremdenlegion und selbst Ex-Fremdenlegionär für Frankreich in Kolwesi, Afrika.

Offenbar ein Streit.

Sam, die Freundin von Frank Hector

Sie:

Du machst mit.

Schließlich ist es auch Dein Kind.

Close Up auf die Frau, sie lächelt siegesgewiss:

Und dieses Kind kriegt eine Chance. - Darauf kannst Du Dich verlassen....

Hector: ..kriegt es nicht.

Sie, mit maskenhaftem Gesichtsausdruck. ...kriegt es doch.

Halbtotale, wir sehen die Beiden in Konfrontation einander gegenüber stehen., die Frau stützt rechthaberisch ihre Hände in die Hüften.

Er: Hör zu, .. Ich hab Dir immer gesagt, dass...

Sie unterbricht ihn:

Oh, ja, ja, ja, ...bloß keine Kinder in diese böse Welt setzen.

Keiner der Beiden gibt nach. Kalte Blicke gehen hin und her.

Sie beginnt, ihn mit leiser Stimme als feige zu beschimpfen.

Hector zu ihr: Sam... tut mir leid.

Sie ist so empört, dass sie ihn krass beleidigt. Er reagiert auf ihre Aggression. Wir sehen, dass er einen Flashback hat, wie ein Vietnam-Veteran.
Er selbst sieht sich und wir sehen ihn in Uniform in einer Kriegssituation. Der uniformierte Hector steht uns frontal gegenüber, jetzt holt er zum Schlag aus – er wird uns treffen –

Ende Flashback, sein Schlag trifft – nicht uns, seine Freundin, Sam.

Sam fliegt von der Wucht zurückgeschleudert, auf ihren Arbeitsplatz, das Bett.

Sie weint. Nicht vor Schmerz, sie weint aus Verzweiflung. Sie fühlt ihre Ohnmacht.

Hector close up:

Nächste Woche lässt Du´s wegmachen.

Wenn nicht....lass ich es wegmachen.

Er gibt seinen Worten mit Blicken Nachdruck - Sam weint, gebrochen.

Ende der Szene

Frank Hector wird zum Fall Volker Bretz – „Straight Shooter“ hinzugezogen.
Er ist sein Ausbilder. Die Polizei erhofft sich von ihm Unterstützung beim Auffinden und Unschädlichmachen des für Sabotageakte und Sondereinsätze so exzellent ausgebildeten Ex-Fremdenlegionärs Volker Bretz.

Während des gesamten Einsatzes im Fall Straight Shooter, bei dem Hector dazu beitragen soll, Menschenleben zu schützen, wird er per Telefon versuchen, das Menschenleben, das gerade in Sam entsteht, auslöschen zu lassen.

Er organisiert eine Engelmacherin.

Straight Shooter – ein Deck- und Kampfnahme, heißt in etwa: der, der sofort, ohne Umschweife, ohne Zögern und Zaudern schießt.

Blick durch das Zielfernrohr des Shooter auf den Staatssekretär Paufler

Genauso lernen wir Volker Bretz kennen.

Ohne Umschweife, ohne Zögern erschießt er in kalter Wut jeden Tag eine Person, die am Bau des nahen Kernkraftwerkes ATAR II beteiligt war.

Solange, bis ATAR II abgeschaltet wird.

Denn: ATAR II hat sein Kind getötet.

Die radioaktive Belastung hatte auch bei seiner Tochter Krebs ausgelöst, an dem das Kind elend zugrunde ging.

ATAR II hat seine Frau getötet. Der Tod der Tochter führte die Frau in eine reaktive Depression, an deren Tiefpunkt sie sich erhängte.

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1998 – 99 Heino Ferch – Volker Bretz, der „Straight Shooter“, Dennis Hopper – Frank Hector, Ausbilder des "Straight Shooter", Ulrich Mühe – Staatssekretär Ulrich Paufler, Hannelore Hoger – Ministerin Lena Hölldobler

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